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THE THENING NEU – KONZEPT ERWEITERUNG UND SANIERUNG PFARRHAUS UND ALTE SCHULE

Auftrag
Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Kirchberg Thening
 
Fläche
1.200 m² BGF
 
Leistungsbild / Status
Gesamtplanung Architektur / Fertiggestellt 2008
 
Örtliche Bauaufsicht
Bmstr. Ing. Roland Stadler

PLATZSITUATION
Der Zubau Saal (Bauphase II) ist als Konnex zum Pfarrhaus konzipiert und dient als räumliches Verbindungsglied zum Jugendhaus (ehemalige Post). Dadurch entsteht ein platzbildendes, homogenes Ensemble um den Tenoplatz mit Pfarrhaus / Saal/ Jugendhaus / Kirche / Friedhof / Totenhalle. Durch die markante Lage entlang der frequentierten Theninger Straße wird der Saal seinem repräsentativen Charakter gerecht. Die baulichen Maßnahmen an den Bestandsfassaden sind minimal gehalten, bilden jedoch mit dem Saal-Zubau, durch die untereinander in Bezug stehenden Formen- und Materialsprache, eine starke Platz-Identität.

AUSSENBEREICH
Die Zugangsrampe ermöglicht einen barrierenfreien Zugang zu den erdgeschoßigen Nutzungen (Ausnützung des natürlichen Niveauunterschiedes) und bildet einen großzügigen Vorbereich, mit Überblick auf das gesamte Ensemble. Die daran angeschlossene Böschung ist durch Sitz-, Wasser-, Bepflanzungsflächen und Plattformen gegliedert und dient als „Ort des Verweilens" bzw. „Ort der Kommunikation".

PARKPLÄTZE
Optional können die derzeit vor dem Pfarrhaus situierten Parkplätze, welche über die Grundgrenze hinausragen, unter dem Saal beim Technikraum untergebracht werden. Durch Abböschen zur Theninger Straße wird eine 2-seitige natürliche Belichtung und Belüftung ermöglicht, sodass die erforderlichen Aufwendungen gering gehalten werden können.

GEBÄUDE
Klare Trennung mit Übergangszonen als Puffer zwischen den verschiedenen Nutzungen. Separater Eingang für Veranstaltungen.
Eigenes Jugendhaus mit getrennten Zugängen für Jugend / Andacht / Mieter.

VERANSTALTUNGSBEREICH / PFARRHAUS
Zentraler Zugang in denkmalgeschützten Ambiente, minimale bauliche Eingriffe an der Bestandsfassade.

FOYER
Das Foyer ist im Erdgeschoss des Nordflügels im bestehenden Pfarrhaus untergebracht. Es ist ein Ort der Begegnung, ein Ort der Lebendigkeit, ein Treffpunkt, und bewirkt dadurch eine Aufwertung des Bestandes als zentraler Empfangspunkt. Weiters kann das Foyer als zb. Pausen-Sektbar oder Pfarrcafe etc. durch die anschließende Küche genutzt werden.

KÜCHE
Die Küche ist eine geschlossene Box (Veranstaltungsbeginn, Vorbereitungen) die bei Bedarf geöffnet werden kann und als Sektbar, Infopult, Ausschank, Cateringbar etc. fungiert. (Pause, Pfarrcafe, diverse Feiern Chor, Pensionisten, Mütterrunde etc.)
Durch die Situierung in zentraler Lage sind die zu betreuenden Flächen Saal 1, 2, und Foyer über kurze Wege erreichbar.

GARDEROBE
Die Garderobe ist zur reibungslosen Abwicklung mit getrennten Zu- bzw. Austritt konzipiert.

MULTIFUNKTIONALER SAAL
Saal für ca. 250 Personen und mobilem Bühnenbereich.
Teilungsmöglichkeit in Saal 1 (180 Pers.) und Saal 2 (70 Pers.)
Der Saal 2 ist flexibel nutzbar als:

Saal 1 - Erweiterung: Großveranstaltung für 250 Personen und Bühnenbereich.
Saal 2 - Eigener Saal für Kleinveranstaltungen bis 70 Personen
Foyer - Erweiterung: für öffentl. Nutzungen (Weihnachts-,

Oster-, Flohmarkt etc.

PFARRKANZLEI
Kompakte Einheit mit 2 Räumen und integrierter Bibliothek und Sekretariat. Barrierefreier Zugang direkt beim Pfarrhauszugang, kurze Wege zur Pfarrwohnung.

PFARRWOHNUNG
Wohn-Essbereich mit Küche ist im Erdgeschoß situiert und mit direkter Gartenanbindung über die bestehende Laube ausgestattet. Die interne Verbindung zur Garage im Keller bleibt erhalten. Die Rückzugsbereiche (Schlaf-, Kinder-, Badezimmer) sind im Obergeschoß angeordnet. In beiden Geschoßen gibt es als Übergang zu den öffentlicheren Nutzungen einen Puffer (EG - Kanzlei, OG - Gästezimmer), sodass eine autarke, schalltechnisch entkoppelte Einheit entsteht.

GRUPPENRÄUME
Kleingruppen nutzen die Räume im Obergeschoss, durch eingesetzte Glas- /Santinato-Flächen bei den Türen wird eine Lichtdurchflutung über die gesamte Gebäudetiefe erzeugt.

JUGENDHAUS
Das ehemalige Postgebäude wird als Jugendhaus mit einer Mietwohnung umgebaut.
Die Fassade wird durch minimale Eingriffe gegliedert und das natürliche Licht in den Innenraum geleitet.
Die Mietwohnung und der zugehörige Eingang bleiben bestehen.
Der mittig gelegene Eingang wird 2-geschossig bis zur Galerie geöffnet (Lichtdurchflutung), und erschließt den Andachtsraum (auch als Kinderbetreuungsraum während der Gottesdienste oder als Chorraum nutzbar) und das bestehende Stiegenhaus.
Im Bereich des Jugendsaales wird der Bestand entkernt und eine 2-geschoßige Eingangshalle errichtet. Diese dient als Treffpunkt und Saal-Vorbereich mit einer Erschließungstreppe zu den Gruppenräumen im Obergeschoss und zum Proberraum bzw. Jazzkeller im Kellergeschoss.
Eine vorgelagerte Terrasse im anschließenden Gartenbereich soll zum Spielen im Freien animieren.
Durch den repräsentativen Charakter und der Lage der Gebäude an der öffentlichen Straße kann die Kirchengemeinde und Jugend als aktiver Bestandteil in der Gemeinde wahrgenommen werden und sich weiterentwickeln.