UNH

UNH WETTBEWERB UNSER NEUES HAUS 2019

Umbau, Sanierung und Erweiterung – Verwaltungsbau – Konferenz – und Seminarbereiche, Kundenbereich, Ausbildungs - Akademie

Auftrag / Auslobung
Hauptverband der österreichischen Spzialversicherungen

Fläche
12.000 m² BGF

Leistungsbild / Status
Nicht offenes Verfahren nach BVerG 2006; Geladene 2. Wettbewerbsstufe.

Projektarchitekten
Arch. DI Dieter Koll, DI Christian Schremmer, Arch. DI Stefan Nöbauer,

Konsulenten
Visualisierung: Schreiner, Kastler Wien
Modellbau: Thomas Gürtler
Technische Gebäudeausrüstung: IB Süd Planungs GesmbH, Guntramsdorf
Statik: DI Engelmann Nikolaus Ziviltechniker GmbH, Wien

LAGE UND STADT

Das neue Gebäude des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungen UNH ist die konsequente Umsetzung der strategischen, kulturellen und organisatorischen Unternehmensziele.
Das Gebäude ist eingebunden in die lebendige urbane Struktur einer polyzentrischen Stadt, im Umfeld der Erdbergstraße, des Rochusmarktes und den jüngsten dynamischen städtebaulichen Entwicklungen im dritten Wiener Gemeindebezirk.
Durch die vorgefundene Struktur des Hochhauses verschmelzen die Qualitäten eines funktionalen kompakt organisierten Bürohauses mit dem neu geschaffenen Sockelbereich, samt halböffentlicher und öffentlicher Funktionen, zu einem gemeinsamen zeitgemäßen baulichen Organismus.
Auf diese Weise werden dem städtischen Umfeld, beginnend mit dem neuen Vorplatz an der Erdbergstraße und der gesamten Erdgeschoßzone, sowie der Hauptverteilerebene des Tagungsbereiches im 1. OG mit seinen Blickbeziehungen zum Straßenraum, bis hin zum rundum einsehbaren Dachgarten über dem 2. OG, zahlreiche Mehrwert-Qualitäten des öffentlichen Raums an die Stadt zurückgegeben.

GEBÄUDESTRUKTUR - RAUMSEQUENZEN - SOCKELZONE
Der Hauptverband zeigt mit seinen Aktivitäten seine zeitgemäße Öffnung durch straßennahe Positionierung von Nutzungen wie Restaurant, Stadt-Café und den Info- Bereich beim Empfang.
Diese „Transparenz“ wird durch die von Vorplatz und Kundmanngasse ablesbaren offenen Zonen der Tagungsebene im 1. OG wie Catering, Lounge-, Pausen- und Meetingbereiche unterstrichen.
Von der Halle mit seinen angelagerten Funktionsbereichen im EG bis hin zu den Seminarbereichen im 2. und 3. OG fädeln sich die unterschiedlich großen Raumgruppen entlang eines zentralen Luftraumes zur sogenannten Sockelzone (Tagungsbereich) auf.
Bis hin zum 3. OG mit angeschlossenem großem Dachgarten laden offene Raumsequenzen mit städtischem Ausblick zum Diskutieren, Kommunizieren, sowie Verweilen und Ausspannen ein.
Das großzügige, dem Restaurant angeschlossene Stadt-Café, die Halle, der Catering-Bereich und das Foyer bilden ein übersichtliches Raumkontinuum und ermöglichem auch dem Tagungsgast eine klare Orientierbarkeit.
Feste Raumgruppen wie Tagungsräume, Restaurant / Küche, FM-Bereiche im EG mit Poststelle, die Seminarbereiche, Ausbildung usw. sind jeweils in sogenannten Raum-Clustern organisiert und ermöglichen so einen reibungsfreien Betrieb und zugleich eine klare Gebäudekonfiguration.

BÜROHAUS - ADAPTIERUNG BESTAND
Beispielhaft für zukunftsweisendes Arbeiten im Dienstleistungsbereich sind für die Bereiche oberhalb des 4. OG geforderten Bürokonzepte „MOBIL“ sowie „FLEXIBEL“ exemplarisch grafisch ausgearbeitet.
Gerade in einer effizient organisierten Nutzungsstruktur wie in einem Hochhaus erhalten offen gestaltete Bereiche mit hoher Aufenthaltsqualität und Ausblick in die Umgebung besonderes Augenmerk, um die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und seiner Umgebung durch seine Gestalt-Qualität zu optimieren.
Raumzonen wie Team-Bereich, Warten oder auch die Desk-Area sind ausschließlich mit übersichtlichem Mobiliar bestückt und erhalten transparente Glaswände oder sind in offenen Büro-Zonen angeordnet (max. Höhe Ordner Schränke und Akustik-Elemente = 1,4m). Solche Zonen laden unter anderem zum Kommunizieren, zu ad-hoc Gruppenarbeiten oder aber auch zum kurzen Verweilen ein. In der Grafik sind diese Bereiche farblich differenziert dargestellt. Der beim fokussierten PC-Arbeiten eingeschränkte Blick wird auf diese Weise erweitert oder zeitweise durch ein breiteres Blickfeld und einer erweiterten räumlichen Gesamtübersicht ergänzt.
Die Zweigeschoßigkeit in den Bürogeschoßen 5 und 6 bietet einen Mehrwert von Arbeitsräumen mit räumlichen Tiefblicken oder aber auch auf den begrünten Dachgarten und auf das Stadtpanorama. Die Geschoßdecken sind in diesen Bereichen nicht an die Fassade gezogen und werden als Galerie mit geringerer Raumhöhe (quasi als Rückzugsbereiche) an einem 2-geschoßigem Luftraum angeboten.
Mit den Staffelgeschoßen 14 und 15 wird exakt auf die bestehende Gebäudehöhe Rücksicht genommen. Die Vorderkante der Hauptgeschoßdecken ist innerhalb des derzeit bestehenden Gebäudeumrisses angeordnet und erfüllt auf diese Weise die Vorgabe der unveränderbaren Bestandshöhe.
Im 15. OG befinden sich eine Dachterrasse, ein Dach-Café sowie der Fitness- und Gym-Bereich. Entsprechende Stadt-Rundblicke an den verglasten Flächen sowie an den Verweilzonen im Freien verleihen dem Gebäude die angemessene Nutzungsqualitäten und Möglichkeiten der körperlichen sowie geistigen Regeneration.