LLZ

LLZ LANDESLEITZENTRALE LPD OBERÖSTERREICH

Auftraggeber
BIG Bundesimmobilienges. mbH
 
Leistungsbild
Generalplanerwettbewerb / Bewerbungsverfahhren  2. Stufe
Landesleitzentrale Landespolizeidirektion Oberösterreich Einsatzzentrale, Verwaltung, Kommandogebäude, NRF: 1.900 m²
 
Projektarchitekt
Dipl.-Ing.  Stefan Nöbauer in Zusammenarbeit mit KOLL ARCHITEKTEN, Architekt DI. Dieter Koll
 
Mitarbeit
DI. Martina Passegger
 
Visualisierung
Schreiner, Kastler Büro für Kommunikation GmbH
 
Modell
Thomas Gürtler Architekturmodelle
 
Idee
An der Nahtstelle zwischen der Nachkriegs - Wohnbebauung und moderner Stadtentwicklung entlang der Gruberstraße bildet die neue Landesleitzentrale der Landespolizeidirektion Oberösterreich mit ihrem funktionalen Hof eine urbane Schnittstelle.
Der architektonische Entwurf ist getragen vom Wechselspiel zwischen Innen und Außen. Diese Interaktionen resultiert aus den erhöhten Sicherheitsüberlegungen im internen Betrieb der Landesleitzentrale. Konzentriertes Arbeiten in geschützten Patio-Hof-Situationen einerseits und möglichst hohe Aufenthaltsqualitäten andererseits ermöglichen den alltäglichen reibungslosen Betrieb. Entlang einer übersichtlichen sogenannten „Magistrale“, einer gebäudeinternen Erschließungsachse, fädeln sich abwechselnd Hauptnutzungen und Freihöfe aneinander auf. Diese Erschließungsachse bindet im 1. OG den Bestand barrierefrei an. Der Zugang zum neuen Gebäude befindet sich im Bereich des Verbindungsbaus zwischen Alt und Neu. Der Großteil der Kernnutzungen wurde aufgesetzt über dem ebenerdigen Parkdeck mit 40 Stellplätzen situiert. Weitere durch den Neubau im Hof verloren gegangene 9 Parkplätze werden vor den Umkleiden im EG unter der Platte im Haus integriert. Auf diese Weise sind Büronutzungen in den  Obergeschoßen klar von der regen Betriebsamkeit im Innenhof getrennt. Mäanderförmig orientieren sich die Arbeitsplätze zu den Höfen hin und erhalten eine möglichst lichtspendende transparente und zugleich schützende Fassade.
Die Gebäudehülle: Sowohl als Sichtschutz als auch zum besonderen Schutz bei Gefahrenlagen umschließt ein „Kleid“ aus Metallschildern unterschiedlicher Ausrichtung die gesamte Grundrisskontur samt geschützter Höfe. Das umhüllende „Kleid“ mit seinen unterschiedlichen und den Nutzungen angepassten Auffächerungen  bildet die Grenze zwischen Außenbetrieb und konzentrierter Arbeitsatmosphäre rund um das Herzstück des Hauses mit seinem Disponenten- und dem anschließenden Kommandoraum samt angelagerten Büronutzungen.
Im Bereich der Bestandsanbindung erhält das Mitarbeiterrestaurant  eine Freiluftterrrasse als Erweiterung auf gleichem, gegenüber dem Hof etwas angehobenem, Niveau. Aus funktionalen Gründen wird die Küchenanlieferung vor die Terrasse in den verkehrsintensiven Hof verlegt.
Erweiterungsvariante Tiefgarage/Technikgeschoß: im 1. Untergeschoß befinden sich die Lüftungszentralen der LLZ, der Büros und der Umkleiden. Eine Variante für eine Parkdeckerweiterung ist nebenan vorgesehen und beinhaltet optional weitere 40 Stellplätze.