SZX

SZX TEILNEUBAU KAISER FRANZ JOSEF SPITAL WIEN
 
Auftrag / Auslobung
KAV – Wiener Kranken Anstalten Verbund
 
Fläche
40.000 m² BGF
 
Leistungsbild / Status
Bieterverfahren geladen / 2008
 
Projektarchitekten
Architekten DI Hannes Kirchmayr und DI Stefan Nöbauer in Bietergemeinschaft ARGE Generalplanung SZX unter Arch DI Helmut Christen und Arch. DI Helmut Wimmer, sowie Architekten DI Harald Zesch und DI Susanne Schwarz
 
Konsulenten
Visualisierung: Schreiner, Kastler Wien
Modellbau: Thomas Gürtler
Landschaftsarchitektur: EGKK Landschaftsarchitektur, DI Clemens Kolar, DI Walter Enzinger
Kosten/ Gebäudetechnik: Vasko + Partner Ingenieure
Medizintechnik:
Dipl.-Ing. Dr. Küttner. Dipl.-Ing. Wenger & Partner GmbH, DI Helmut Wenger
IDEE
Die vorgeschlagene kompakte Form des neuen Spitals resultiert aus dem Respekt vor dem vorhandenen Baumbestand und der Parkanlage. Der Ambulanzbereich setzt den öffentlichen Raum der Krankenhausanlage im Sinne des vorhandenen Pavillon – Systems fort und verdichtet ihn. Dieser konditionierte Raum dient nicht nur dem Besucher der Kinder- und Frauenklinik, sondern ist auch als Regenerationsbereich des gesamten Spitals zu sehen.
 
KONZEPT GEBÄUDETECHNIK
Die Versorgung mit Fernwärme erfolgt über eine Übergabestation auf dem Sekundärnetz.
Die Versorgung mit Kaltwasser erfolgt über die zentrale Kälteanlage Kaiser-Franz-Josef Spital.
Die Versorgung der Lüftungs- und Klimaanlagen mit Dampf zu Luftbefeuchtung erfolgt über eine zentrale Dampferzeugung des Kaiser-Franz-Josef Spitals.
 
Die einzelnen Bereiche erhalten Lüftungs-/Klimaanlagen entsprechend den einschlägigen Normen und Vorschriften. Die Beheizung erfolgt je nach Bereichen über Fußbodenheizungen bzw. über Hygieneheizkörper.
 
Die Kühlung erfolgt – soweit möglich - über eine energiesparende Bauteilaktivierung.
Die einzelnen Bereiche werden mittels dynamischer Gebäudesimulation optimiert.
Optimierung der Lüftungsanlagen:
Die Abwärme der Abluft wird über hocheffiziente Wärmerückgewinnung zurückgewonnen.
Optimiertes Lüftungssystem zur Minimierung der spezifischen Leistungsaufnahmen für die Ventilatoren
Luftverteilung mit der höchstmöglichen Luftqualität im Aufenthaltsbereich (Quelllüftung)
Atrium
Das verglaste Atrium dient als Pufferzone. Im Winter kann die eingestrahlte Sonnenenergie über die Wärmerückgewinnung zurückgewonnen werden und somit einen Beitrag zur Beheizung des Gebäudes leisten.
Eine Überhitzung im Sommer wird durch entsprechende Beschattung verhindert.
Optional kann durch semitransparente Photovoltaik-Module zusätzlich elektrische Energie erzeugt werden.
Im Bezug auf die Warmwasserbereitung ist insbesondere darauf zu achten, dass die Legionellenbindung wirksam verhindert werden kann.
Im Zuge der Planung wird der Einsatz von Sonnenkollektoren zur Solaren Warmwasserbereitung als alternative Energiequelle untersucht.
Für die Energieversorgung von etwa 2,9 MW werden drei Transformatoren im KG gemäß der ÖVE ÖNORM E 8383 aufgebaut, die von der 10 kV – Ringleitung angeschlossen werden. Die Mittelspannungsanlage, Trafostation und Niederspannungsanlagen sind in der Errichtung in einem Block vorgesehen und werden gemäß ÖVE – ÖNORM 8001 errichtet.
 
Im KG entlang der bestehenden Kabeltrasse wird ein Kollektorgang aufgebaut, der während des Baugeschehens überbaut wird. Der Bauablauf diesem Bereich wird auf zwei Etappen aufgebaut. Zuerst wird die Kabeltrasse gesichert, durch Spundwand und angebauter Betonwand unterfangen und danach frei gegraben. Entlang des Tasse wird dann der neue Hauptkollektor errichtet.
 
Die Notstromversorgung wird aus dem Bestand übernommen, die Stromversorgung SV und ZSV werden aufbereitetet und in sämtlichen medizinisch genützten Räumen gemäß der ÖVE ÖNROM 8007 verteilt.
 
Normalstrom (diese Versorger fallen bei Stromausfall aus)
Notstrom (bei Stromausfall wird die Versorgung innerhalb von 15 Sekunden voll aufgenommen)
ZSV – Stromversorgung für AWG 2 Räume
Für das Gebäude wird etwa eine Notstromversorgung von 800 kVA benötigt, die nach 15 Sekunden nach dem Stromausfall voll betriebsbereit ist.
Das OP Zentrum erhält eine Notbeleuchtungsanlage welche über eine Zentralbatterieanlage gespeist wird. Die Batterie wird für einen Notbetrieb gemäß den behördlichen Vorschriften ÖVE – ÖNORM 8002 und Ergänzungen gemäß ÖVE – ÖNORM 8007 ausgelegt.
Im Operationsbereich sind Leuchtstärken mit 700 lx bis 1000 lx vorgesehen. Es werden OP – Leuchten und Reinraumleuchten nach Bedarf eingebaut.
 
Es wird ein modernes Rufsystem mit sämtlichen Kommunikationseinrichtungen für den Patienten sowie auch für die Verwaltung aufgebaut. Das Bett – Telefon kann gleich mit der Verrechnung – Chipkarte abgerechnet werden.
Es wird eine Satellitenanlage errichtet und über eine Aufbereitungsanlage im gesamten Gebäude verteilt.
Die Anbindung erfolgt an die bestehende Telefonanlage, die systembedingt erweitert wird. Die neue Anlage wird im DECT aufgebaut, es werden die KAV – Richtlinien eingehalten.
 
Server: Die Anspeisung erfolgt aus dem Direktionsgebäude. Im Zentrum wird eine Unterzentrale (Hauptserver für das Gebäude) mit Backup – Serverraum aufgebaut. Die EDV- Verkabelung mit allen passiv Komponenten wird nach der ÖVE ÖNORM EN 50173 und den KAV – Richtlinien errichtet. Die horizontale Verkabelung wird in der Klasse F (Cat. 7) mit LWL – Rohrsystem aufgebaut.
Es wird ein Lichtwellenleiter Leerrohrsystem mit Cu-Leitungen für das Backbone aufgebaut und über eigene Steigschächten verteilt.
 
Das Rechenzentrum wird mit einer USV – Versorgung ausgestattet.
 
Brandschutztechnik
Es sind alle Maßnahmen zur Herstellung der Brandsicherheit des Objektes gemäß den Vorschriften zum baulichen Brandschutz vorgesehen.
 
Brandmeldeanlage
Die Brandmeldeanlage ist entsprechend den Richtlinien der TRVB S123 sowie den gültigen Vorschriften und den Auflagen der zuständigen Behörden, der örtlichen Feuerwehr zu erstellen.
 
Es wird ein gemeinsames Brandmeldesystem errichtet.
Die Brandmeldeanlage ist entsprechend den behördlichen Vorschriften ausgelegt. Maßnahmen für Brandfallsteuerungen werden eingebaut.
 
Brandrauchentlüftung (BRE)
Die Brandrauchentlüftung in den Stiegenhäusern werden gemäß TRVB 125, die Druckbelüftungen bei Feuerwehraufzügen gemäß TRVB 150 errichtet.